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Juni 06, 2026

Olivensorten Mallorcas: die Mallorquina-Olive - die Unbekannte Milde aus der Serra de Tramuntana

Welche Olivensorten sind typisch für Mallorquinisches Öl?


Die dritte traditionelle Olivensorte, die für die geschützte Ursprungsbezeichnung "Oli de Mallorca" (D.O.P. Oli de Mallorca) zugelassen ist, heißt: Mallorquina (auch Empeltre genannt)


Die Mallorquina gilt als die einheimische Olivensorte Mallorcas. Genetisch ist sie eng mit der auf dem spanischen Festland bekannten Sorte Empeltre verwandt, wird auf Mallorca jedoch traditionell als Mallorquina bezeichnet.


Eigenschaften der Mallorquina-Olive


Im Vergleich zu Arbequina und Picual besitzt die Mallorquina einige besondere Merkmale:


Große bis mittelgroße Früchte

Hoher Anteil an Fruchtfleisch

Relativ milde Aromatik

Geringe Bitterkeit

Kaum Schärfe

Weiche, runde Textur

Typische Aromen


Öle aus der Mallorquina-Olive weisen häufig Noten auf von:


Mandeln

Reifen Äpfeln

Nüssen

Kräutern

Reifen Früchten

Leichten Butternoten


Sie wirken oft sanfter als Picual-Öle und etwas weniger fruchtbetont als reine Arbequina-Öle.


Bedeutung für mallorquinische Olivenöle


Historisch war die Mallorquina über Jahrhunderte die wichtigste Olivensorte der Insel. Viele der uralten Olivenbäume in der Serra de Tramuntana gehören dieser Sorte an.


Heute wird sie häufig mit Arbequina und Picual kombiniert:

Sorte Beitrag zum Öl
Arbequina Fruchtigkeit, Eleganz
Picual Würze, Struktur, Polyphenole
Mallorquina Weichheit, regionale Typizität, Harmonie


Gerade die Mallorquina verleiht vielen mallorquinischen Olivenölen ihren unverwechselbaren lokalen Charakter.


Warum sie so wichtig ist


Wenn man von einem wirklich typischen mallorquinischen Olivenöl spricht, spielt die Mallorquina oft die entscheidende Rolle. Während Arbequina und Picual auch in vielen anderen Regionen Spaniens angebaut werden, ist die Mallorquina eng mit der Geschichte und Kultur Mallorcas verbunden. Sie prägt seit Jahrhunderten die Olivenhaine der Serra de Tramuntana und trägt wesentlich dazu bei, dass sich ein "Oli de Mallorca" geschmacklich von Olivenölen aus Andalusien, Katalonien oder Italien unterscheidet.


Die Mallorquina-Olive ist die einzige der drei für die geschützte Ursprungsbezeichnung "Oli de Mallorca" zugelassenen Sorten, die tatsächlich als einheimisch gilt. Während Arbequina und Picual ihren Ursprung auf dem spanischen Festland haben, ist die Mallorquina seit Jahrhunderten fest mit der Kulturlandschaft Mallorcas verbunden. Viele der uralten Olivenbäume, die heute die Hänge der Serra de Tramuntana prägen, gehören dieser traditionsreichen Sorte an. Sie verkörpert die Ursprünglichkeit des mallorquinischen Olivenanbaus und verleiht zahlreichen hochwertigen Olivenölen ihren unverwechselbaren regionalen Charakter.


Eine Sorte mit langer Geschichte


Die Geschichte der Mallorquina-Olive reicht weit zurück. Bereits während der arabischen Herrschaft auf Mallorca wurde der Olivenanbau systematisch ausgebaut. Über Jahrhunderte entstanden die beeindruckenden Terrassenlandschaften der Serra de Tramuntana, die bis heute das Landschaftsbild prägen.

Die Mallorquina entwickelte sich dabei zur wichtigsten Olivensorte der Insel. Viele der alten Bäume sind mehrere hundert Jahre alt. Einige Exemplare sollen sogar ein Alter von über 1.000 Jahren erreicht haben. Diese uralten Bäume sind nicht nur landwirtschaftlich wertvoll, sondern auch ein lebendiges Zeugnis der mallorquinischen Kulturgeschichte.

Obwohl die Sorte genetische Ähnlichkeiten zur auf dem Festland verbreiteten Empeltre-Olive aufweist, hat sich die Mallorquina über Jahrhunderte an die besonderen Bedingungen der Insel angepasst und besitzt heute ihren eigenen Charakter.


Perfekt angepasst an Mallorca


Die Mallorquina gilt als besonders robust und widerstandsfähig. Sie kommt hervorragend mit den oft kargen Böden, den trockenen Sommern und den teilweise steilen Hanglagen der Serra de Tramuntana zurecht. 

Anders als moderne Hochleistungssorten liefert sie zwar meist geringere Erträge, dafür zeichnet sie sich durch ihre Langlebigkeit und ihre Anpassungsfähigkeit aus. Viele traditionelle Olivenhaine werden noch heute nahezu unverändert bewirtschaftet und liefern Jahr für Jahr hochwertige Früchte.

Gerade in den historischen Anbaugebieten rund um Caimari, Sóller, Fornalutx, Valldemossa und Deià spielt die Mallorquina weiterhin eine zentrale Rolle.


Die Eigenschaften der Mallorquina-Olive


Die Früchte der Mallorquina sind meist mittelgroß bis groß und besitzen einen vergleichsweise hohen Fruchtfleischanteil. Ihr Ölertrag liegt etwas unter dem der Picual, dafür entstehen besonders ausgewogene und elegante Olivenöle.

Das daraus gewonnene native Olivenöl extra zeichnet sich durch eine milde bis mittlere Intensität aus. Es besitzt weniger Bitterstoffe als Picual und wirkt oft etwas weicher als viele sortenreine Arbequina-Öle.


Typische Aromen sind:


Reife Mandeln

Walnüsse

Wilde Kräuter

Reife Äpfel

Fenchel

Frische Oliven

Leichte Butternoten


Im Mund präsentiert sich das Öl harmonisch, rund und angenehm weich. Die Schärfe bleibt meist dezent und entwickelt sich erst leicht im Abgang. Viele Experten beschreiben die Mallorquina deshalb als die Sorte, die den eigentlichen Charakter Mallorcas am authentischsten widerspiegelt.


Die Rolle in mallorquinischen Coupages


Nur wenige Produzenten vermarkten sortenreine Mallorquina-Öle. Viel häufiger wird die Sorte mit Arbequina und Picual kombiniert. Dabei übernimmt sie eine wichtige Funktion:


Sie sorgt für Ausgewogenheit.

Sie rundet intensive Aromen ab.

Sie bringt regionale Typizität ein.

Sie verleiht dem Öl zusätzliche Komplexität.


Gerade bei den hochwertigen D.O.P.-Olivenölen der Insel bildet die Mallorquina oft die geschmackliche Verbindung zwischen Fruchtigkeit und Würze.


Gesundheitliche Eigenschaften


Wie andere hochwertige Olivensorten enthält auch die Mallorquina wertvolle Inhaltsstoffe, die mit den Vorteilen der mediterranen Ernährung in Verbindung gebracht werden. Dazu zählen: Einfach ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E, Natürliche Antioxidantien, Polyphenole.

Ihr Polyphenolgehalt liegt meist zwischen dem der Arbequina und der Picual. Dadurch entsteht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Geschmack und gesundheitlichem Nutzen.


Kulinarische Verwendung


Dank ihrer harmonischen Aromatik ist die Mallorquina ausgesprochen vielseitig. Sie passt hervorragend zu: Pa amb Oli, Gegrilltem Gemüse, Fischgerichten, Lammfleisch, Tapas, Käse, Salaten, Mallorquinischen Reisgerichten


Viele Einheimische bevorzugen Mallorquina-haltige Öle gerade deshalb, weil sie die Speisen begleiten, ohne deren Eigengeschmack zu überdecken.


Bedeutende Produzenten


Zahlreiche renommierte Olivenölhersteller Mallorcas verwenden Mallorquina-Oliven in ihren Produkten.


Dazu gehören unter anderem:


Son Moragues (Valldemossa)

Son Catiu (Inca)

Can Axartell (Pollença)

Treurer (Algaida)

Son Mesquidassa (Felanitx)

Sa Clasta (Caimari)


Insbesondere Produzenten aus der Serra de Tramuntana legen großen Wert auf den Erhalt der traditionellen Sorte und der historischen Olivenhaine.

Die Mallorquina-Olive ist weit mehr als nur eine weitere Olivensorte. Sie ist ein lebendiges Stück mallorquinischer Kulturgeschichte und das Herzstück vieler traditioneller Olivenhaine der Insel. Ihre ausgewogene Aromatik, ihre Anpassung an die besonderen Bedingungen Mallorcas und ihre enge Verbindung zur Landschaft machen sie zu einem unverzichtbaren Bestandteil der geschützten Herkunftsbezeichnung "Oli de Mallorca". Während Picual für Kraft und Arbequina für Fruchtigkeit steht, verkörpert die Mallorquina die Seele des mallorquinischen Olivenöls - authentisch, harmonisch und tief in der Geschichte der Insel verwurzelt.


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